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title: "42 % würden den Arbeitgeber wechseln, wenn Familie nicht mitgedacht wird"
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date: 2026-09-07
modified: 2026-10-21
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author: "Julia Steinbrück"
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# 42 % würden den Arbeitgeber wechseln, wenn Familie nicht mitgedacht wird

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# 42 % würden den Arbeitgeber wechseln, wenn Familie nicht mitgedacht wird

 Eine Mitarbeiterin kommt aus der Elternzeit zurück und merkt in den ersten Wochen, dass die Teambesprechung weiterhin um 17 Uhr liegt. Ein Mitarbeiter fragt vorsichtig nach einem Tag Homeoffice, weil sein Vater seit dem Schlaganfall Hilfe braucht, und bekommt ein zögerliches „Mal schauen". Keine dieser Situationen ist ein großer Konflikt. Und trotzdem entscheidet sich in genau solchen Momenten, ob jemand bleibt.

Wie oft das den Ausschlag gibt, lässt sich inzwischen beziffern. Die repräsentative Attraktivitätsstudie von Prognos, für die mehr als 2.500 Beschäftigte befragt wurden, kommt zu einem Ergebnis, das jede Personalabteilung aufhorchen lassen sollte: 42 % der Beschäftigten können sich vorstellen, den Arbeitgeber zu wechseln, weil familiäre Belange zu wenig berücksichtigt werden.

**Das Wichtigste im Überblick**

- 42 % der Beschäftigten können sich einen Arbeitgeberwechsel vorstellen, wenn familiäre Belange zu wenig berücksichtigt werden (Prognos-Attraktivitätsstudie, über 2.500 Befragte).
- Rund 80 % nennen Flexibilität für geplante und spontane Auszeiten als eines der wichtigsten Arbeitgebermerkmale – ohne Nachteile für die Karriere.
- Mitarbeiterbindung entscheidet sich in den unspektakulären Momenten: Rückkehr aus der Elternzeit, erster Pflegefall, reduziertes Pensum.
- Verlässliche Prozesse für diese Lebensphasen gewinnen Loyalität zurück – genau hier setzt der heyGuide Employee Lifecycle Assistent an.

 
 

## Inhalt:

 
 
 
 

## Warum diese Zahl mehr wiegt, als sie klingt

 Fast die Hälfte der Menschen mit Familienverantwortung hat den Wechsel also zumindest schon im Kopf durchgespielt. Das sind selten die lautesten Stimmen im Unternehmen. Es sind oft erfahrene Fachkräfte mitten im Leben, die eingearbeitet sind, Verantwortung tragen und deren Weggang teuer wird. Im Fachkräftemangel ist jede dieser Personen schwer zu ersetzen und noch schwerer neu zu gewinnen.

Interessant ist, woran Beschäftigte einen guten Arbeitgeber festmachen. Für rund 80 % der Befragten gehört Flexibilität für geplante und spontane Auszeiten zu den wichtigsten Merkmalen, und zwar ohne dass die Karriere darunter leidet. 60 % halten es für sehr wichtig, dass Arbeitgeber auf die Öffnungszeiten von Betreuungseinrichtungen Rücksicht nehmen. Das sind keine Wünsche nach großen Benefits. Es geht um die alltäglichen Reibungspunkte, an denen sich Wertschätzung entscheidet.

 

## Bindung entsteht in den unspektakulären Momenten

 Familienfreundlichkeit wird gern als Imagethema behandelt, als etwas für die Karriereseite. Die Studie legt einen anderen Schluss nahe: Sie wirkt dort, wo niemand hinschaut. In der Rückkehr aus der Elternzeit, im ersten akuten Pflegefall, in der Frage, ob ein reduziertes Pensum wirklich reduziert bleiben darf oder heimlich doch die volle Leistung erwartet wird.

Genau hier fehlt vielen Führungskräften nicht der gute Wille, sondern die Orientierung. Sie führen zum ersten Mal jemanden durch eine Elternzeit oder einen Pflegefall und wissen schlicht nicht, was ansteht, was rechtlich gilt und wann welches Gespräch dran wäre. Und die Beschäftigten selbst trauen sich oft nicht zu fragen, aus Sorge, als weniger belastbar zu gelten.

 
 

## Was Unternehmen daraus machen können

 Die gute Nachricht in dieser Zahl: Die 42 % sind keine feste Größe. Sie beschreiben Menschen, die noch da sind und deren Loyalität sich zurückgewinnen lässt, wenn Familie im Arbeitsalltag mitgedacht wird. Das braucht kein Kulturprogramm über zwei Jahre. Es braucht verlässliche Prozesse für die Lebensphasen, in denen Menschen wackeln: klare Ansprechpartner, rechtzeitige Informationen, Führungskräfte, die wissen, was zu tun ist, bevor die Mitarbeiterin selbst danach fragen muss.

Genau an dieser Stelle setzt heyGuide an. Der Employee Lifecycle Assistent begleitet Mitarbeitende und ihre Führungskräfte automatisch durch Phasen wie Elternzeit und Angehörigenpflege, mit den richtigen Infos zur richtigen Zeit. So wird aus einem diffusen „Familie wird bei uns schon irgendwie berücksichtigt“ ein Prozess, auf den sich beide Seiten verlassen können.

Die 42 % sind eine Warnung und eine Einladung zugleich. Wer Familie ernsthaft mitdenkt, verliert diese Menschen nicht an den nächsten Arbeitgeber, der es tut.

*Quelle: Prognos AG, „Familienfreundliche Arbeitgeber: Die Attraktivitätsstudie“, repräsentative Befragung von über 2.500 Beschäftigten, vorgestellt 2024.*

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